Ein Bundesligaspiel ist für viele der Anlass, eine Stadt zum ersten Mal zu besuchen. Wer schon für 90 Minuten anreist, kann daraus leicht ein Wochenende machen. Stadion, Altstadt und regionale Küche passen gut in einen Kurztrip. Wir zeigen fünf Städte, in denen sich Fußball und Städtereise besonders gut verbinden lassen.
Dortmund: Fußball als Teil der Stadtgeschichte
In Dortmund steht das größte Stadion Deutschlands. Der Signal Iduna Park bietet 81.365 Plätze, die Südtribüne ist mit 24.454 Stehplätzen die größte Stehplatztribüne Europas. Wer schon am Vortag anreist, besucht das Deutsche Fußballmuseum direkt gegenüber dem Hauptbahnhof. Zwischen den Spielen lohnt sich ein Blick auf die grünen Seiten der Stadt, vom Westfalenpark bis zum Phoenix-See. Mehr dazu in unserem Porträt: Dortmund entdecken: Kultur, Fußball und grüne Rückzugsorte.
München: Allianz Arena und Biergarten
Die Allianz Arena im Norden der Stadt hat 75.024 Plätze und bietet Führungen durch das Stadion an. Die U-Bahn-Linie U6 verbindet die Arena direkt mit der Innenstadt. Ein Spieltag in München lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die Altstadt oder einem Abend im Biergarten verbinden.
Hamburg: Zwei Stadien, zwei Welten
Hamburg hat zwei Fußballstadien mit ganz eigener Atmosphäre: das Volksparkstadion des HSV mit 57.000 Plätzen und das Millerntor-Stadion des FC St. Pauli mitten in der Stadt. Der Hafen, die Speicherstadt und die Elbe sind von beiden Stadien gut zu erreichen.
Köln: Fußball und Eishockey an einem Wochenende
Köln ist ideal für Sportfans, die mehr als ein Spiel sehen wollen. Der 1. FC Köln spielt im RheinEnergieStadion mit 50.000 Plätzen, die Kölner Haie in der Lanxess Arena, der größten Arena der Deutschen Eishockey Liga. Dazwischen liegen der Dom, die Altstadt und der Rhein.
Berlin: Das Finale im Olympiastadion
Das Olympiastadion mit 74.649 Plätzen ist jedes Jahr Schauplatz des DFB-Pokalfinales. Wer eine Karte für das Endspiel bekommt, verbindet den Spieltag am besten mit ein paar Tagen in der Hauptstadt.
Praktische Tipps für die Fußballreise
- Spielplan zuerst: Die genauen Anstoßzeiten stehen oft erst wenige Wochen vorher fest. Hotel und Bahn lieber flexibel buchen.
- Tickets nur über offizielle Kanäle: Vereine verkaufen Karten über ihre eigenen Ticketshops und Zweitmarktbörsen.
- Früh anreisen: Rund um große Stadien sind Bahnen und Straßen vor dem Anpfiff voll.
- Stadionführung einplanen: Viele Vereine bieten Touren an, oft auch an spielfreien Tagen.
Welche Stadien die größten sind und welche Vereine wo spielen, zeigt der Überblick über die Sportstädte in Deutschland bei SportVerdikt.
Fazit
Eine Fußballreise ist eine der einfachsten Arten, Deutschland kennenzulernen. Das Spiel gibt den Anlass, die Stadt den Rest des Wochenendes. Wer etwas Zeit mitbringt, erlebt mehr als 90 Minuten.